kaum bekannt
Vielleicht kennen Sie Kapok als Füllmaterial für Kissen oder Futons. Hier wird diese leichte Hohlfaser manchmal eingesetzt weil sie besonders warm und flauschig ist, Feuchtigkeit hervorragend reguliert und nicht verfilzt oder verklumpt. Eigentlich sind das auch ideale Eigenschaften für hochwertige Textilien.
schwierig zu verarbeiten
Leider sträubt sich die Kapokfaser gegen das Verspinnen. Der Grund ist eine natürliche Wachsschicht auf den Fasern. Sie ist zum Teil für deren günstige Eigenschaften verantwortlich, zwang aber bisher jede Spinnmaschine in die Knie. Daher gab es bis vor kurzem keine Kapokgarne.
und es klappt doch
Aber auch in den Spinnereien gibt es technischen Fortschritt und so kann man inzwischen zumindest Mischgarne aus Kapok und Baumwolle herstellen.
Zur Zeit erproben wir, wie sich solche Garne für Babytragetücher eignen.
Kapok lässt sich kaum im industriellen Maßstab auf Plantagen anbauen, was ein Grund sein kann weshalb bisher kaum Anstrengungen unternommen wurden, die technischen Hürden bei der Herstellung von Kapok-Garnen zu überwinden.
Die Bäume wachsen mehr oder weniger zufällig verteilt und ihre Fruchtkapseln werden eher gesammelt als geerntet. Es sind keine Investitionen nötig. Ceiba-Bäume benötigen weder Düngung noch Pflanzenschutz oder Bewässerung.
Der dezentrale Anbau lohnt sich für größere Unternehmen nicht.
Der Erlös kommt daher in weit größerem Maße denen zugute, die die Früchte sammeln. In diesem Sinne ist Kapok ein demokratisches Produkt.
Wenn nun die Menschen mit dem Sammeln der Früchte Geld verdienen werden sie die Bäume erhalten und damit (hoffentlich) auch den Wald in dem sie wachsen.