Ramie |
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ist eine in Asien verbreitete Verwandte unserer Brennessel. Ramiepflanzen werden bis zu 25 Jahre
alt und können, je nach Klima, zwischen zwei und sechs mal
jährlich geerntet werden. Gegen Krankheiten und Schädlinge
ist die Pflanze äußerst resistent, was
Pflanzenschutzmittel überflüssig macht. Auch Unkräuter
haben auf einem Ramiefeld keine Chance. Daher werden im Anbau auch
keine Herbizide eingesetzt.
Die Fasern werden aus dem Bast der jungen Stängel gewonnen. Das Verfahren ist verhältnismäßig aufwendig und bis heute nicht vollständig automatisiert. Zunächst wird die Bast- und Rindenschicht von den holzigen Stängeln abgezogen. Über einer scharfen Kante wird die Rindenschicht mechanisch entfernt. Übrig bleibt ein Baststreifen in dem die Fasern noch in Bündeln zusammen kleben. Diese trennt man, indem man den Bast einige Stunden in einer verdünnten Lauge (Seifenlauge) kocht. Nach mehrfachem Reinigen und Kämmen erhält man die reinen Ramiefasern, die sich durch einen seidigen Glanz und hohe Zugfestigkeit auszeichnen. Schon vor 7000 Jahren schätzten die alten Ägypter die Eigenschaften von Ramie, wie entsprechende Funde bezeugen. | |
| Für einige unsere Babytragetücher setzen wir Mischgarne aus Ramie-Seide oder Ramie-Baumwolle als Kettgarne ein. In der Kette (Längsfäden) wirken sich die Eigenschaften von Ramie, wie die hohe Zugfestigkeit und die geringe Dehnung oder Schrumpfung besonders günstig aus. | |